A new version of DAACDA is being developed. Work in Progress, but entered data will be preserved.×

Über das Projekt

Die Web-Applikation erfasst und visualisiert alle westalliierten Flugzeugabstürze während des Zweiten Weltkrieges im heutigen Österreich. Dabei werden die Schicksale von mehr als 10.000 amerikanischen und britischen Besatzungsmitgliedern nachgezeichnet und dargestellt. Die vernetzte Betrachtungsweise unterschiedlicher Quellen ermöglicht dabei erstmals einen vollständigen Einblick in ein bisher kaum erforschtes Segment des alliierten Bombenkrieges und trägt zur Klärung von Vermisstenschicksalen bei.

Das Projekt DAACDA umfasst die Sammlung, Auswertung und Darstellung von Daten und Informationen zum Schicksal amerikanischer und britischer Flugzeugbesatzungen, die zwischen 1939 und 1945 über dem heutigen Österreich zum Absturz kamen, in Gefangenschaft gerieten, Opfer von Verbrechen wurden und/oder zu Tode kamen.

Basis des Projekts ist die Entwicklung einer Web-Applikation, die in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Geschichte (Fachbereich Zeitgeschichte) der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Austrian Center for Digital Humanities der Österreichischen Akademie der Wissenschaften von Peter Andorfer entwickelt wird. Dabei werden über 10.000 Personen erfasst, Spuren nachvollzogen, Daten gesammelt, untereinander verknüpft und der Öffentlichkeit sowie der wissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht. So wird ein bislang kaum erschlossenes Segment des Bombenkrieges, mit individuellen Schicksalen und Wahrnehmungen verwoben und visualisiert. Das Projekt ist dabei in wissenschaftliche Unternehmungen eingebettet, die sich der Gewalt gegen abgeschossene alliierte Flugzeugbesatzungen („Fliegerlynchjustiz“) aber auch den sogenannten „Missing in Action“-Cases verschrieben haben. Dabei wurde eine vollständige Sammlung von Daten zu allen Flugzeugabstürzen und davon betroffenen Besatzungen vorgenommen, die nun in die Applikation einfließen. So entsteht erstmals ein umfassendes Bild der Schicksale abgeschossener Flieger im heutigen Österreich, das von einer vernetzten Betrachtung von Quellen, Daten und Informationen aus US-, britischen, deutschen und österreichischen Archiven gespeist wird. Die Nachzeichnung von Spuren und deren Visualisierung dient dabei nicht nur ihrer Darstellung, sondern ist – integriert in eine Zusammenarbeit mit dem US Department of Defense – der Klärung der Schicksale jener Flieger gewidmet, die bis zum heutigen Tage als vermisst gelten.

Literatur